Tapferer Knirps Nieklas im Feuerwehrmuseum

Flott, flott! Das ist wirklich das Motto meines dritten Shootings für die Tapferen Knirpse. Denn genauso flott, wie der Termin geplant werden musste, so flott dabei ist er auch selber, der Nieklas. Ein ganz stürmischer 5-jähriger Junge erwartet mich in Emden-Larrelt beim Feuerwehrtraditionsverein ( http://feuerwehrtraditionsverein-emden.de.tl/Home.htm ), wo wir mit Herrn Janssen verabredet sind. Mit ihm zusammen stürmt Nieklas gleich auf allen Vieren durch das Museum und probiert die Helme und Mützen aus vergangenen Zeiten auf. Wüsste ich nicht, daß er noch vor ein paar Minuten im Rolli saß, ich würde nie drauf kommen, daß er im Moment selbst fast nicht laufen kann, weil er eine Entzündung im Knie hat. Das ist nur eine der multiplen Erkrankungen, die Nieklas hat, wahrscheinlich hat er das Angelman-Syndrom, aber auch das ist nicht wirklich abgeklärt.

Während Nieklas Papa Andreas, zusammen mit Herrn Janssen Nieklas in die große Scheune tragen, um ihm die alten Feuerwehrautos zu zeigen und zu erklären, erzählt mir Mama Nicola, daß sie vor ein paar Tagen wieder Untersuchungen haben machen lassen und daß sich wieder neue Diagnosen ergeben haben, die leider nichts Gutes verheissen.

Doch nun wollen wir hinaus gehen und mit Nieklas und Herrn Janssen die Feuerwehrautos erkunden, die auf dem Hof geparkt sind. Wie ein kleiner Irrwisch klettert Nieklas in die Führerhäuser der Autos, es wird gehupt und geschaltet, was es an Hebeln und Knöpfen auszuprobieren gibt. Wir 4 Erwachsenen haben dabei alle Mühe Nieklas zu folgen, der so geschickt klettert und sich durch alle Öffnungen quetscht und in Windeseile alle Ecken und Räume der Feuerwehrautos erkundet. Wir haben so viel Spass dabei und Herr Janssen spielt mit Nieklas einen „Rettungseinsatz“: Hallo, Hallo...kommt es aus dem Walkie-Talkie und Nieklas meldet sich ganz ordnungsgemäss: „Hier spricht die Feuerwehr! Was ist passiert?“ Ganz toll macht er das!


Andreas, Nieklas Papa hat alle Mühe den Jungen schnell genug überall hin zu tragen, wohin der gerade so will. Und dabei ist Nieklas erst 5. Wie wird das werden, wenn er größer und schwerer wird? Nicola erzählt, daß sie nun einen neuen Rolli bekommen werden, auf dem sich Nieklas auch besser fixieren lässt. Denn der clevere kleine Mann hat den Bogen ganz schnell raus, wie er sich abschnallen kann. Und das ist leider auch manchmal gefährlich, vor allem, wenn er mit seiner Begleitperson im Strassenverkehr unterwegs ist, dann etwas sieht und hin will. Schwupps hat er sich abgeschnallt und schmeisst sich auf den Boden und robbt dorthin, wohin er eben grad will. Genauso macht er das dann auch, als wir uns von dem netten Herrn Janssen verabschiedet haben und ein Stück weiter auf einer Wiese noch ein paar Familienfotos machen. Dort sind Enten im nahen Wasser und die will Nieklas natürlich näher betrachten. Zack...abgeschnallt und losgerobbt! Wir nutzen die Gelegenheit gleich für Familienfotos ohne den Rolli und dann ist die Zeit auch schon um, Nieklas Papa muss ja wieder zur Arbeit und flott, flott....verabschieden wir uns von einander. Aber nicht ohne das Versprechen in Kontakt zu bleiben.


Ein paar Tage später schreibt mir Nicola dann auch, daß die Untersuchungsergebnisse nicht so schlimm ausgefallen sind, wie befürchtet. Eigentlich ist es wieder eine neue Diagnose, wieder eine neue Beeinträchtigung zu den vielen noch dazu und wieder keine greifbare Therapie in Sicht. Aber Niekals der Kämpfer, der Junge mit dem schier unerschöpflichen Elan...der macht Mut. Sich und seinen Eltern und allen, die ihn erleben dürfen.


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